Wildcampen Australien- Dein ultimativer Camping Guide

von Violetta
Wildcampen Australien

Wildcampen in Australien gehört genauso zu Down Under, wie Vegemite und das Opernhaus. Hier erlebst du das echte, unvergessliche Gefühl der Freiheit während du abends am Lagerfeuer bei gutem Barbecue den Sonnenuntergang beobachtest.

Dieser Travel Guide soll dich für deinen nächsten Campingausflug inspirieren und dir helfen, Australiens unberührte Natur mit all seinen Vorzügen zu erleben.

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Welche Campingarten gibt es?

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1. Camping Grounds

ab ca. 14$

Camp Grounds in Australien sind gepflegte Anlagen, die vergleichsweise hohen Komfort bieten. Je nach Preiskategorie findest du dort gut ausgestattete Plätze mit Toiletten und warmen Duschen, Stromanschlüssen, Grillplätzen, Internet, Pools und je nach Lage hast du die Möglichkeit Sportequipment auszuleihen.

Bei der Anreise erhältst du einen Campingplatz sowie eine vorgegebene Check-out Zeit zugewiesen. Man hat die Möglichkeit viele Leute kennen zu lernen und hat selten das Gefühl alleine zu sein.

2. Bush Camping

kostenlos/ Spende von etwa 5$/ in populären Nationalparks deutlich teurer 

Pure Natur und am Strand schlafen sind hier kein Problem. Es handelt sich um die wilden Campingplätze mit geringer Ausstattung.

Grundsätzlich gibt es sie in nahezu jedem Nationalpark und sie kosten oftmals gar nichts. Es wird lediglich um eine Spende gebeten, um den Platz sauber zu halten. Die Ausstattung beinhaltet meist eine spartanische Toilette, mehrere Feuerstellen und Picknicktische.

Populäre Nationalparks sind professioneller und bieten mehr Ausstattung. Dadurch sind sie aber auch viel teurer und begehrter. Auch wenn es häufig weh tut den hohen Preis zu bezahlen, sind die Ausblicke meistens atemberaubend.

Im Allgemeinen wird entweder pro Person oder pro Fahrzeug abgerechnet und eine Onlinebezahlung in der Regel bevorzugt bzw. ist manchmal sogar die einzige Zahlungsart.

3. Rest Areas

kostenlos

Rest Areas sind im Grunde dafür da, Schlafmangel während der Fahrt vorzubeugen. Denn laut australischen Behörden sollte man jede zwei Stunden einen „Powernap“ einlegen. Dementsprechend findet man diese in regelmäßigen Abständen an Highways.

Mehr als ein Plumpsklo und einen Picknicktisch wird man in der Regel nicht vorfinden. Dafür kann man kostenlos je nach Aufenthaltsbegrenzung dort kampieren.
Wer Geld sparen möchte, legt seine Route so, dass er erst in den National Park fährt und nachher an der Restarea schläft. So verpasst man nichts und spart gleichzeitig.

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Wie finde ich einen Campground fürs Wildcampen in Australien?

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Die kostenlose und von uns oft genutzte Website www.findacamp.com.au zeigt dir auf einer Karte alle Ergebnisse in deinem Suchfeld an. Zusätzlich findest du eine Menge Informationen z.B. über die Anzahl der Plätze, Kosten, Buchung und Ausstattung.

Oftmals gibt es auch eine Wegbeschreibung. Das ist vor allem sehr hilfreich, wenn Plätze schlecht ausgeschildert sind.

Die App „Wikicamps“ wird von vielen empfohlen und kostet derzeit 4,99€. Mit dieser App werden die Karten vorher runtergeladen, sodass du die App während deines Trips offline benutzten kannst.

Dabei hast du Zugriff auf:
Campingplätze, Hostels, Sehenswürdigkeiten, Duschmöglichkeiten und Toiletten.

Weitere Auskunftsmöglichkeiten bieten dir regionale Informationscenter. Diese sind wirklich sehr kompetent und geben dir Karten kostenlos dazu.

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Welche Ausrüstung sollte ich mir zulegen?

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Du kannst wirklich sämtliches Campingzubehör in Australien kaufen. Kmart und Big W sind besonders erwähnenswert, denn hier gibt es Alles zu geringen Preisen.

Sehr zu empfehlen sind folgende Artikel fürs Wildcampen Australien:

 Während des Campings kommt eine Menge Müll zusammen. Um kein unnötiges Geld für Müllsäcke auszugeben, kannst du einfach die kostenlosen Supermarkttüten verwenden und bei Gelegenheit entsorgen.

Feuerholz und Anzünder brauchst du in der Regel nicht selbst zu besorgen. Oftmals wird Holz kostenlos auf Campingplätzen zur Verfügung gestellt. Selbst wenn nicht, gibt es eine Vielzahl an herumliegenden Stöckern und Baumrinde.

Falls das Wetter nicht mitspielt, kannst du an Tankstellen oder im Bauhaus Brennholz und Anzünder kaufen. Der Preis für 7-10kg Feuerholz liegt bei 15$ und die Anzünder bekommst du für 2-3$.

Gaskocher sind sehr praktisch, um nicht immer auf ein Feuer angewiesen zu sein. Der Preis liegt bei 25$. Passende Gasflaschen bekommst du im 4er Pack für rund 5$.

 Wir haben uns in Australien für ein Pop-up Zelt entschieden. Der Vorteil hierbei ist, dass das Zelt in wenigen Sekunden steht. Außerdem kommen dir weniger Insekten ins Zelt, da du es nie aufbauen musst. Zusätzlich haben wir eine Plane mit Seilen über das Zelt gespannt, um vor starkem Regen und Wind besser geschützt zu sein. Ein Zelt bekommst du ab 20$, eine Plane mit Seil für rund 10$.

Auf den meisten abgeschotteten Campingplätzen gibt es kein Licht. Um dein Handyakku nicht unnötig zu strapazieren, sollte man sich eine Taschenlampe und eine Camping Laterne zulegen. Diese bekommst du bereits ab 5$.

Zu Beginn unserer Reise hatten wir uns Isomatten gekauft. Diese waren aber zu dünn, um Unebenheiten auf der Erde auszugleichen. Nach zahlreichen Tagen mit Rückschmerzen rüsteten wir schließlich auf und kauften uns eine Luftmatratze. Achte darauf, dass sie in dein Zelt/ Auto passt, denn es gibt verschiedene Höhen und Größen. Vergiss die Luftpumpe nicht. Eine Luftmatratze bekommst du ab 20$, eine Luftpumpe ab 7$ und Isomatten für rund 10$.

Unserer Erfahrung nach ist die Kombination aus Kissen/Decke und Schlafsack optimal, um komfortabel und warm zu schlafen. Wenn man einen wirklich guten Schlafsack hat, kann man auch auf den Rest verzichten. Ein Gesamtpaket aus Decke und Kissen bekommst du für bereits 15$. Die günstigsten Schlafsäcke sind ab 14$ zu haben.

 Eine Aufbewahrungsbox ist praktisch, damit dein gesamtes Zeug nicht durch die Gegend fliegt. Hier haben wir Geschirr, Pfannen, Besteck und ein Teil unserer Lebensmittel verstaut. Diese Boxen bekommst du ab 10$.

 Unter Geschirr und Kochutensilien fallen Sachen wie Besteck, Topf, Pfanne, ein scharfes Messer, Schneidebrett, Tassen und Schalen, Pfannenwender und Suppenkelle, Spülmittel sowie Alufolie, um dein Essen ins Feuer zu legen. Das Meiste davon bekommst du bereits für 1-3$.

 Die australische Sonne kann deinen Camper ziemlich aufheizen. Deshalb sollte man auf eine Kühlbox nicht verzichten. Eine mittelgroße Kühlbox erhältst du ab 23$.

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Auf welche Gefahren muss ich achten?

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Tiere und Insekten

Wenn du dein Camp aufschlägst, achte immer darauf den Eingang des Zeltes geschlossen zu halten. So ersparst du dir lästige Insekten und gefährliche Spinnen.

Lass keine Lebensmittel über Nacht in der Nähe deines Zeltes stehen. Das zieht neben Insekten, auch Waschbären und Opossums an.

Schlangen sind sehr scheue und ängstliche Tiere. Die meisten Unfälle sind auf Provokation der Tiere durch den Menschen zurück zu führen. Außerdem fühlen sich Schlangen aus kurzer Entfernung bedroht. Um ihnen aus dem Weg zu gehen, sollte man immer aufmerksam vor sich schauen und so viel Lärm wie möglich verbreiten. Dadurch verscheucht man die Schlangen.

Generell hält dir dein Lagerfeuer die meisten Tiere vom Leib.

 

Feuer

Waldbrände sind in Australien leider keine Seltenheit, weshalb die Regierung strikte Regeln aufgestellt hat. Um die Bevölkerung auf dem neuesten Stand zu halten, gibt es Gefahrenschilder für Feuer mit sechs Stufen. Informiere dich vorab unbedingt, ob es derzeit erlaubt ist Lagerfeuer zu machen oder nicht. Missachtung des Verbots kann extrem teuer werden!

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Tipps für das Wildcampen in Australien

Ausrüstung günstig abkaufen

Viele Traveler verkaufen am Ende ihrer Reise die gesamte Campingausstattung für sehr wenig Geld! Halte Ausschau in Facebook Gruppen oder auf Aushängeschildern im Hostel sowie auf Gumtree.


Plan erstellen

Falls ihr einen Roadtrip plant und durchgehend auf Campingplätzen schlafen wollt, macht euch vorher einen groben Plan und sucht mögliche Campingplätze raus, um Stress zu vermeiden.


Anreise

Komm am Besten bei Tageslicht am Campingplatz an, denn oft sind abgelegene Campingplätze schlecht ausgeschildert und der Straßenverlauf unklar.


Infocenter

Infocenter sind extrem gut informiert und können dir problemlos und kostenlos ganze Reiserouten rund um das Thema Wildcampen Australien vorschlagen. Außerdem geben sie gute Insidertipps zu unbekannten Plätzen und klären dich über die ganze Region auf.

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